Außerferner Pflegeexperten setzen auf Management

Die Herausforderungen für das Pflegepersonal nehmen kontinuierlich zu. Daher fördern EU und Land Tirol eine Bildungsoffensive Pflege im Außerfern.

Nicht zuletzt die demografische Entwicklung stellt die Pflegeexperten vor immer neue Herausforderungen und macht eine ständige Fort- und Weiterbildung unumgänglich. Mit Hilfe der Regionalentwicklung Außerfern konnten für eine gemeinsame Qualifizierungsoffensive rund um das Thema Pflege finanzielle Mittel des Landes Tirols und der Europäischen Union lukriert werden. „Grundgedanke dieser Idee ist es, die hohe Qualität der pflegerischen Arbeit im gesamten Bezirk aufrechtzuerhalten bzw. im Bedarfsfall zu optimieren. Die optimale Erfüllung des ansteigenden Pflegebedarfs kann nur mit gut ausgebildetem Personal erreicht werden“, ist sich Projektkoordinator David Heitzinger, Pflegedirektor am BKH Reutte, sicher. In enger Zusammenarbeit aller Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen gelang es, interessante Fortbildungsschwerpunkte zusammenzustellen und über 500 Fortbildungsplätze für das Pflegepersonal zu schaffen. An diesem Kooperationsprojekt beteiligen sich das BKH Reutte, die Pflegeschule Reutte, das Haus Ehrenberg, das Haus zum guten Hirten, der Sozial und Gesundheitssprengel Außerfern, die Pflegeinsel Benglerwald, der Berufsverband ÖGKV, die Lebenshilfe Tirol und die Wirtschaftskammer Reutte. Die Schulungsschwerpunkte für 2014 liegen im strategischen Management für alle Führungskräfte in den Außerferner Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen. Heitzinger gelang es, hierfür mit Dr. Christoph Zulehner einen Topreferenten zu gewinnen. „Mich hat die Fortbildung mit Dr. Zulehner und seine professionelle Art absolut begeistert und bereichert. Für mich persönlich wurden erfrischend und mit Leidenschaft Inhalte klar und überzeugend vermittelt und Impulse gegeben, als Führungskraft zukunftsorientierte Wege zu gehen“, resümiert Mag. Christiane Huter, Heimleiterin des Wohn- und Pflegeheims Ehrenberg. Für Regionalmanager Günter Salchner steht fest: „Die gelebte Vernetzung und Kooperation der Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen ist eine große Stärke des Bezirks Reutte. Nur gemeinsam lassen sich die Herausforderungen einer älter werdenden Gesellschaft meistern“.