LH-Stv. Ingrid Felipe auf Antrittsbesuch im Bezirk Reutte

Naturparkregion ohne umweltfreundliche Mobilität ist eine Mogelpackung. Felipe sucht zusammen mit Gemeinden und Touristikern nach Lösungen für ein effizienteres Bussystem im Raum Reutte.

Am 11. Juli absolvierte LH-Stv. Ingrid Felipe ihren ersten offiziellen Termin im Bezirk Reutte. Zuständig für Verkehr, Umwelt- und Naturschutz ließ sie es sich nicht nehmen, dabei auch dem Naturpark Tiroler Lech einen Besuch abzustatten. Naturpark-GF Anette Kestler führte sie in die Besonderheiten der Flora und Fauna am Lech ein. Beeindruckt zeigte sich Felipe vom konstruktiven Miteinander von Tourismus und Naturschutz. „Der kürzlich mit dem Tirol Touristica ausgezeichnete Lechweg ist für mich ein eindrucksvoller Beweis dafür, dass man auch mit sanftem Tourismus Geld verdienen kann. Intakte Natur- und Kulturlandschaften werden immer seltener. Umso begehrter werden diese Gebiete als Erholungsräume. Es braucht hier eine kluge Kombination von Schützen und Nützen. Im Naturpark Tirol Lech ist das sehr gut gelungen“, fasst Felipe zusammen. Franz Kammerlander, GF des TVB Naturparkregion Reutte ergänzt: „Die Tourismusverbände und den Naturpark verbindet eine gemeinsame Entwicklungsstrategie. Diese setzen wir konsequent um. Die steigenden Übernachtungszahlen zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind“.

Ein großes Anliegen ist Felipe ein funktionierender öffentlicher Personenverkehr. Kürzlich drohten einige Gemeinden des Planungsverbands Reutte und Umgebung damit, aus dem Vertrag mit dem Verkehrsverbund Tirol (VVT) auszusteigen. Die Kosten würden in einem krassen Missverhältnis zu den Fahrgastzahlen stehen. Im Rahmen ihres Antrittsbesuchs traf sich Felipe mit den Bürgermeistern des Planungsverbands, Vertretern des TVB Naturparkregion Reutte und der Reuttener Seilbahn, um einen Ausweg aus der verfahrenen Situation zu finden. Im Rahmen eines Projekts der Regionalentwicklung Außerfern (REA) arbeitete ein Verkehrsplaner zusammen mit Vertretern der Region und dem VVT zahlreiche Verbesserungsvorschläge aus. „Produkte wie der Lechweg funktionieren nur mit einem effizienten Bussystem. Zudem sind viele Bürgerinnen und Bürger auf den öffentlichen Personenverkehr angewiesen. Eine Naturparkregion ohne umweltfreundliche Mobilität wäre für mich eine Mogelpackung. Ich halte daher nichts davon, das Kind mit dem Bade auszuschütten. Es gilt nun, die Verbesserungsvorschläge auf ihre Umsetzbarkeit zu prüfen und zurück zu einem konstruktiven Miteinander zu finden“, erklärt Felipe.    

Am Ende ihres Antrittsbesuchs traf sich die LH-Stellvertreterin mit Mitgliedern des REA-Vorstands zum Gedankenaustausch. „Umwelt- und Naturschutz sowie Verkehr sind für die Entwicklung unserer Region wichtige Themen. Eine gute Zusammenarbeit mit dem zuständigen Regierungsmitglied ist daher unumgänglich. Ich begrüße es sehr, dass Ingrid Felipe das Gespräch mit uns sucht“, so der neue REA-Obmann Bgm. Alois Oberer.

Bildtext:  Naturpark-GF Anette Kestler und die beiden TVB-GF Franz Kammerlander (Reutte) und Michael Kohler (Lechtal) wandern mit LH-Stv. Ingrid Felipe auf dem Lechweg (Foto: TVB Lechtal).