Lechweg-Akademie startet im Oktober

Der neue Weitwanderweg mausert sich zum Motor für den Sommertourismus. Eine Seminarreihe zum betrieblichen Management in der Gastronomie und Hotellerie begleitet den Entwicklungsprozess.

Die zweite Lechweg-Saison geht in diesen Tagen zu Ende. Das erste Feedback-Gespräch mit den Lechweg-Partnerbetrieben in Lech und Warth bestätigte, was man den ganzen Sommer über beobachten konnte: Der neue Weitwanderweg füllt die Betten. Die Nächtigungszahlen bis Ende August sprechen auch im Lechtal eine deutliche Sprache. Mit einem Plus von 10% liegt man deutlich über dem Landestrend. Den Touristikern ist damit der Beweis gelungen, dass man auch mit sanftem Tourismus Geld verdienen kann. Mit der Einrichtung einer Ausstellung zum naturnahen Lech auf Ehrenberg und dem Bau des Naturparkhauses auf der Klimmbrücke wird weiterhin kräftig an der Entwicklung eines Naturparktourismus gearbeitet. Um diesen Entwicklungsprozess auch auf betrieblicher Ebene zu begleiten, stellte die Regionalentwicklung Außerfern (REA) in Zusammenarbeit mit der Werbegemeinschaft Lech-Wege und dem WIFI eine Lechweg-Akademie auf die Beine. Das erste Seminar der Lechweg-Akademie beschäftigt sich mit dem Thema Auslastung, Umsatz und Gewinn steigern im Beherbergungsbetrieb. Als Referent konnte Mag. Oliver Schönitzer, Wirtschaftsdirektor der Villa Blanka, gewonnen werden. Das zweiteilige Seminar findet am DI 22. und DO 24.10. jeweils von 14.00-18.00 Uhr statt. Am 31.10. steht die Gastronomie im Mittelpunkt. Das halbtägige Seminar (14.00-17.30 Uhr) widmet sich dem Thema Preisgestaltung. Referent Mag. Thomas Gerhard geht speziell auf die Punkte Preispolitik, Einkauf, Kalkulation, Rezepte und Preispsychologie ein. Im November folgt ein vierteiliges Seminar zum Thema Kosten- und Ertragsmanagement in der Hotellerie und Gastronomie. An vier Donnerstagen beginnend mit 7.11. jeweils von 8.00-12.00 Uhr lernen die Teilnehmer, branchengerechte Kalkulationstechniken und Kennzahlensysteme einzusetzen. „Der Lechweg ist auch in der Gastronomie angekommen. Aber ohne einen angemessenen Preis lässt sich trotz dieses Aufschwungs kein Geldverdienen. Ich begrüße die Einrichtung einer Lechweg-Akademie außerordentlich, denn wir brauchen in der Region ein höheres Preisniveau“, erklärt Michael Soyer vom Restaurant Sennerland in Höfen. Die Seminare richten sich im Wesentlichen an die Betreiber von Gastronomie- und gewerblichen Beherbergungsbetrieben entlang des Lechwegs, also aus Lech/Zürs, Warth, der Naturparkregion Lechtal-Reutte sowie aus Füssen. Dabei muss es sich nicht um Lechweg-Partnerbetriebe handeln. Besonders willkommen sind junge Unternehmer, die einen Betrieb übernehmen. Je nach Verfügbarkeit freier Plätze können auch Personen aus dem Tannheimer Tal und der Tiroler Zugspitz Arena teilnehmen. Die Teilnahmebeiträge liegen je nach Seminar zwischen € 80 und € 200. Anmeldungen nimmt ab sofort der Verein REA unter der Tel.Nr. 0043 (0)5672 62387 oder via E-Mail an rea@allesausserfern.at entgegen. Die Seminare finden im Lechtal oder im Raum Reutte statt, sodass die Mehrheit der Teilnehmer eine möglichst kurze Anfahrt in Kauf nehmen muss.

Bildtext: Michael Soyer mit seinen Kindern Birgit und Martin: „Wir brauchen ein höheres Preisniveau in der Hotellerie und Gastronomie“. (Foto REA)