Bezirksgrenze für Leader aufgehoben

Generalversammlung 2014

der LEADER-Regionen Hohe Salve und Mittleres Unterinntal Tirol

 

Die Regionalentwicklungsvereine Mittleres Unterinntal und Hohe Salve lukrierten über 14 Millionen Euro aus den verschiedenen Fördertöpfen. Für weitere Aufgaben verschmelzen sie zur Region „Kitzbüheler Alpen“.

Rattenberg – Sieben Jahre liegen hinter den beiden Regionalentwicklungsvereinen  der Regionen Mittleres Unterinntal (16 Gemeinden von Münster bis Kirchbichl) und Hohe Salve (10 Orte von Kirchberg bis Hopfgarten, Sölllandl und Wildschönau). Eine Förderperiode, in der mit Geld aus nationalen und europäischen Töpfen viel geschaffen wurde (siehe rechts). „Eigentlich sind wird durch Zufall zusammengekommen“, machte der Obmann des Vereins Mittleres Unterinntal BM Rudolf Puecher (Brixlegg) einen Blick zurück. Beide Regionen hatten die Geschäftsführung ausgeschrieben und sich dabei mit Barbara Loferer-Lainer die gleiche Anbieterin auserkoren. „Daher haben wir uns zusammengetan und bald bemerkt, dass wir bestens miteinander arbeiten können“, streut Puecher seinen Amtskollegen BM Ernst Huber (Brixen), Obmann der Region Hohe Salve, Blumen. Dieses gute Einvernehmen wird nun dazu führen, dass die beiden Regionen in der nächsten Förderperiode unter der gemeinsamen Flagge „Kitzbüheler Alpen“ arbeiten.

Damit dürfte mit dem Bündnis der 26 Gemeinden mit rund 80.000 Einwohnern in den Bezirken Kufstein und Kitzbühel der größte Leaderverein Tirols entstehen. Derzeit ist man dabei, das Programm für die Bewerbung zu erstellen.

Dabei wurden mehrere Arbeitskreise erstellt: einer für das Netzwerk Naturraum, weiters für das Netzwerk Kulturraum, für das Netzwerk Soziales Miteinander, für das Netzwerk Wirtschaftsraum, für das Netzwerk Land- und Forstwirtschaft und für das Netzwerk Energie und Mobilität.

Geschäftsführerin Loferer-Lainer begrüßte es, dass es in Zukunft dadurch Themenschwerpunkte wie Frauen, Jugend und eine intensive Zusammenarbeit mit der Wirtschafts- und Landwirtschaftskammer geben wird.

Tirolweit dürften sich für die Förderperiode von 2014 bis 2020 acht Regionen bewerben. Für sie steht eine Fördersumme von rund 28 Millionen Euro zur Verfügung. Unter den Vereinen soll sich ein ganz neuer für die Region rund um Kufstein finden. Österreichweit ist mit 70 Regionen zu rechnen, wie Andrea Fink und Christian Stampfer von der verantwortlichen Landesstelle erklärten.

Dass sich die beiden Regionen zu einer gemeinsamen Bewerbung durchgerungen haben, liegt auch am Erfolg der abgelaufenen Fördersaison. „Das Budget, das die Projektträger in die Hand genommen haben, betrug 24,4 Millionen Euro“, wie die beiden Bürgermeister und Geschäftsführerin Loferer-Lainer erklärten. „Mit dieser beachtlichen Summe haben viele Betriebe in der Region Aufträge bekommen. Arbeitsplätze konnten abgesichert und ausgelastet werden und neue Wertschöpfungsketten wurden geschaffen. Dadurch konnten qualitative Verbesserungen erzielt werden, und für viele Projekte war die zugesagte Förderung eine Sicherung, um überhaupt starten zu können“, erklärte die Vereinsführung. So konnten in den vergangenen sieben Jahren 13,4 Millionen Euro an Förderungen aus den nationalen und europäischen Töpfen lukriert werden.