Das Inntal summt

7 Gemeinden des Bezirks Imst verwandeln Teile ihrer Grünflächen in naturnahe gestaltete Blühflächen. Nicht nur optisch eine Aufwertung sondern auch für die Insektenvielfalt in der Region ein wichtiger Schritt im Hinblick auf den Erhalt der Artenvielfalt.

Das Projekt verfolgt folgende Ziele:

  • Beitrag zur Artenvielfalt | Unterstützung und Erhalt der Biodiversität
  • Bewusstseinsbildung im Bereich Natur
  • Beitrag zur Klimawandelanpassung
  • Kompetenzaufbau im Bereich naturnahe Gartengestaltung und heimischer Pflanzen

Ausgangsbasis:

Vielleicht ist es ihnen selbst schon aufgefallen, eine Autofahrt von Imst nach Innsbruck im Frühling und Sommer war früher noch eine richtige Herausforderung für die Scheibenwischanlagen unserer motorisierten Gefährte. Da ein Schmetterling, hier eine Fliege, dort ein Falter, ab und an eine Biene und von den vielen Mücken brauchen wir erst gar nicht reden und der Tod des Maikäfers war nicht nur durch einen entsprechenden Klecks an der Windschutzscheibe gekennzeichnet, sondern vor allem auch durch ein unverkennbares „Dong“ begleitet.

Schon vor Jahren kündigten Wissenschaftler ein größeres Insektensterben an, damals oft belächelt und nicht wahrgenommen, zumal der kleine Friedhof auf der Windschutzscheibe das Gegenteil bewies, doch seit ein paar Jahren fällt es auch zunehmend den Autofahrerinnen und Autofahrern auf, dass der Scheibenwischer im Frühling, Sommer und Herbst vermehrt unbenützt bleibt.

Das Insektensterben schreitet unaufhörlich voran, seit 1989 ist die Masse an Insekten um knapp drei Viertel gesunken (Süddeutsche Zeitung 2017). Alarmierend, vor allem in Hinblick darauf, dass die Insekten die Bestäuber unserer Nutzpflanzen sind und somit nicht zuletzt auch maßgeblich dafür verantwortlich sind, dass wir unser tägliches Brot genießen können.

Allmählich zeigen sich jedoch vermehrt Initiativen, die sich dieser Entwicklung entgegenstellen. So haben in Tirol etwa die Tiroler Landesumweltanwaltschaft aber auch das Tiroler Bildungsforum Projekte in die Wege geleitet, die das Insektensterben behandeln und zu vermehrter Achtsamkeit in Bezug auf den Umgang mit unseren kleinen Sechsfüßlern aufrufen.

In der Gemeinde Silz keimte im Herbst 2017 eine ähnliche Idee auf. Gemeinsam mit der Managerin der Klima- und Energiemodellregion und einem Vertreter des Regionalmanagements Bezirk Imst fasste man den Entschluss zu einem größeren Projekt, dass auch mehrere Gemeinden umfassen sollte. Der Grundstein für dieses Projekt wurde in einem Workshop am 14. Februar 2018 gelegt. Die Konkretisierung der dort entwickelten Ideen behandelt dieses Konzeptpapier.

Das Projekt:

Im Rahmen des Projekts werden die sieben teilnehmenden Gemeinden Mötz, Stams, Silz, Haiming, Roppen, Obsteig und Mieming von einem externen professionellen Planer bei der Anlage, Betreuung und Pflege von naturnahen öffentlichen Grünflächen begleitet . Darüber hinaus werden bewusstseinsbildende Maßnahmen realisiert, wie die Schaltung von Zeitungsartikeln, die Verteilung von Broschüren, etc. - letztere sollen insbesondere auch die lokale Bevölkerung dahingehend animieren mehr naturnahe Gartengestaltung im eigenen Garten zu realisieren. Informationen dahingehend enthalten nicht nur die bereitgestellten Broschüren sondern wird der Bevölkerung auch im Rahmen von Informationsveranstaltungen und Workshops vermittelt. Nicht zuletzt wird auch versucht die regionalen Gärtnereien mit ins Boot zu holen.

Regionalmanagement Bezirk Imst
Kirchplatz 8
Roppen
6426
Regionalmanagement Bezirk Imst
07/2018 - 11/2019
60.000,00 €
LEADER – CLLD
Natur- und Ökosystem

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